Verbrennungsmotoren auf Feldberger Seen

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Wir stehen zu unserer Meinung aus dem Frühjahr: eine Änderung der Allgemeinverfügung und eine Verlängerung der Ausnahmeregelung für Viertaktmotoren lehnen wir ab!

Die jahrelange Übergangsfrist hat viele Menschen in der Gemeinde dazu bewegt, auf Elektromotoren umzurüsten. Diesen Menschen gegenüber halten wir es für fair, bestehende Regeln zu wahren und gleiches Recht für alle umzusetzen.

Wir befürchten, dass der Antrag zur Änderung große Gefahren birgt: neue Gutachten, neue Bewertungen, neue Fakten. Wie die Verwaltung bereits korrekt festgestellt hat, ist das Verfahren völlig offen und bringt auch das Risiko mit sich, dass die bestehenden Regelungen verschäft werden. Dies könnte weitreichende Folgen haben und den Wassersport langfristig gefährden.

Wir stehen auf der Seite von:

  • den Sportlerinnen, Sportlern und Ehrenamtlichen, die seit Jahrzehnten international erfolgreich Wasserskisport betreiben
  • den Motorbootfahrenden, die sich an die Regeln halten und allein oder mit ihren Familien die Natur genießen wollen, z.B. beim Angeln
  • den SUP-, Kanu- und Kajakfahrenden, die auch in Zukunft auf unseren Seen unterwegs sein wollen
  • den Unternehmerinnen und Unternehmern, die vom Tourismus leben und/oder Boote vermieten
  • Anwohnerinnen und Anwohnern der Feldberger Seen
  • Wissenschaftler:innen und Umweltschützer:innen, die unsere einzigartige Natur erhalten und erforschen

Unserer Meinung nach steht das Interesse einiger weniger Motorbootbesitzer:innen mit Viertaktmotoren nicht über dem aller anderen Wassersportler!

Wie bereits zu erwarten war, hat der Landkreis nach reiflicher Überlegung den Antrag der Gemeinde auf Änderung der Allgemeinverfügung abgelehnt und damit für Erleichterung bei vielen Menschen gesorgt. Die Argumentation des Kreises teilen wir: die Verwaltung konnte keinerlei sachliche Argumente vorlegen, die für eine Änderung sprechen. Es gibt keine neuen Erkenntnisse, stattdessen viel Frust und Anschuldigungen. Wir finden: das ist unseriös!

Leider hat die Gemeindevertretung mit knapper Mehrheit der CDU entschieden, Widerspruch gegen diese Ablehnung einzulegen und damit die Unsicherheit und den Frust bei vielen Wassersportler:innen vergrößert. Wir danken an dieser Stelle den Genoss:innen von Bündnis 90 / Die Grünen für die gute Zusammenarbeit und Solidarität. Wir freuen uns ausdrücklich, dass die Genoss:innen von der SPD ihre Meinung geändert und gegen den Widerspruch gestimmt haben!

Den Schiftverkehr zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Landkreis könnt ihr hier anschauen: https://fragdenstaat.de/a/292550